Von Robert John

23. Dezember – Das Schaufenster vom Schlaraffenland

Berlins längste Pralinentheke.

23. Dezember – Das Schaufenster vom Schlaraffenland von Robert John

Von Kerstin Hense

Marc de Champagne, Florentiner, Trüffel, Kaktus-Feige oder doch lieber Nougat oder Matcha-Tee? Die Augen bewegen sich hin und her, der süßlich-herbe Kakao-Duft steigt in die Nase. An der längsten Pralinentheke der Welt, im neuen Schokoladenhaus Rausch, wird der Gast mit Reizen überflutet.

250 verschiedene Pralinen-Sorten auf 23 Metern Länge sind bisher einmalig, und ausgedacht hat sich das der berühmte Chocolatier Rausch.

„Schokolade soll Spaß machen, den Kunden und den Mitarbeitern“, sagt Geschäftsführer Robert Rausch (31), der das Unternehmen in der vierten Generation führt und für rund 600 Arbeitskräfte in Berlin und Peine verantwortlich ist.

Seit 100 Jahren ist die ganze Familie im Schoko-Rausch. Selbst Robert Rauschs Ehefrau kann sich der süßen Sünde nicht entziehen und das, obwohl sie ausgerechnet Zahnärztin ist.

„Spekulatius-Knusper, probieren Sie doch mal“, sagt Kai Kraft, der Chef der „Rekord-Schokoladentheke“. Er reicht einem Kunden mit einer silbernen filigranen Zange ein Stück des köstlichen Konfekts. „Großartig, absoluter Wahnsinn“, lobt der Kunde. Er läuft mit gesenktem Blick um die halbkreisförmige Theke herum und bleibt immer wieder stehen, wenn er etwas Neues entdeckt. „Die mit Ingwer würde ich auch gern noch mal testen“, sagt er.

Seine Leidenschaft für Schokolade hat auch Kai Kraft den Weg zum Job geebnet. „Ich war früher selbst Kunde und habe hier einmal in der Woche meine Plantagenschokolade gekauft, die ich so liebe“, schwärmt er. Ob er zu Hause jetzt wohl auch noch Süßes essen kann? „Aber klar. Mein Lebensgefährte und ich teilen uns jeden Abend Schokolade.“

Foto: Gerd Engelsmann


Zur Übersicht